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19.09.2018, 13:46 Uhr | Harald Kühn
Feuerwehren im Dienste der Menschen
Senioren Union zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Lilienthal-Falkenberg
Eindrucksvoll und informativ war der Nachmittag im Lilienthaler Feuerwehrhaus, welches im Jahre 1997 an der Edisonstraße 3 erbaut wurde.
Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen begrüßte die Besuchergruppe der Senioren Union Lilienthal und gab anfangs einen kurzen Einblick in die vielseitige und anspruchsvolle Arbeit der Feuerwehr. Zur Gemeindefeuerwehr Lilienthal gehören 5 Ortsfeuerwehren mit rund 200 aktiven „Feuerwehrfrauen und –männern“, wovon die Ortsfeuerwehr Lilienthal 60 stellt. 
v.l.n.r.: Lars van den Hoogen, Julia Schulz u. Christoph Quint mit den Mitglieder des SU-Vorstandes
Lilienthal -

Besonders freute sich der Ortsbrandmeister, dass es in Lilienthal neben einer Jugendfeuerwehr seit einiger Zeit auch eine Kinderfeuerwehr gibt, die von Julia Schulz geleitet und betreut wird. Der ebenfalls anwesende  „Feuerwehrmann“ Christoph Quint führte die Besucher in die wichtigen Bereiche Brandbekämpfung und Hilfeleistungen sowie in den Brandschutz ein. „Eigentlich wollen wir gar nicht zu Ihnen kommen, sondern möchten mit unseren Info-Veranstaltungen Tipps geben, wie Brände und Unfälle verhindert werden können“, erläuterte der Brandexperte.

Während des Vortrages von Christoph Quint erfuhr die Besuchergruppe, dass die Senioren bei privaten Wohnungsbränden zu der am stärksten gefährdeten Gruppe gehören. So gäbe es die meisten Brandtote in der Altersstufe ab 65 Jahren. Die eingeschränkte Wahrnehmung kann dazu führen, dass bereits ein Entstehungsbrand verspätet oder gar nicht erkannt wird, wusste er zu berichten. Gefährlich sei auch die eingeschränkte Mobilität, die im Falle eines Brandes die Flucht behindert. Sehr eindringlich wies Christoph Quint darauf hin, dass funktionierende Rauchmelder, wie gesetzlich vorgeschrieben, für private Wohnungen unerlässlich sind und Leben retten können.

Im Ernstfall ist umgehend der Notruf 112 wählen zu wählen, und prägnante Auskünfte sind zu geben, wo ist der Notfall?, was ist passiert? und wer ruft an?

Einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen nannte er ebenfalls: defekte Heizkissen und –decken auf keinen Fall benutzen sowie Elektrogeräte wie Bügeleisen, Toaster, Wasserkocher mit schadhaften Kabel auf keinen Fall einsetzen.

Ein von der Feuerwehr verteilter Flyer gibt zur Vermeidung von Bränden und Unfällen wichtige Auskünfte.

Nach dem praxisnahen Vortrag mit vielen lebenswichtigen Hinweisen erfolgte die Besichtigung des Fuhrparks. Besonderes Interesse fand der „Rüstwagen“ mit seinen umfangreichen technischen Ausstattungen sowie der Feuerwehrwagen „Drehleiter“ mit einer Steighöhe für 30 m.

Einsatzbereiche: Unter anderem Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Personenrettung aus Höhen und Tiefen. Einige der Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, in den „Korb“ der Drehleiter zu steigen und Lilienthal aus rund 30 m Höhe zu betrachten. Die ausgezeichnete Sicht ermöglichte es auch, den Bremer Dom, das Weserstadion und die herrliche norddeutsche Landschaft, zu sehen.

 

Ein interessanter und informativer Nachmittag ging schnell zu Ende. Mit den Worten „Wir haben heute wieder viel Hilfreiches lernen können“, bedankte sich der Vorsitzende der Senioren Union Lilienthal, Egon Hastedt,  für die ausgezeichnete Führung sowie für die engagierte, ehrenamtliche Arbeit aller Feuerwehrkräfte.

 

aktualisiert von Tanja Ruczynski, 19.09.2018, 14:01 Uhr